Gran Sasso

Gran Sasso gehört zur Gruppo Farnese, einem bedeutenden, qualitätsbewussten italienischen Weinproduzenten mit Sitz in Ortona, Abruzzen, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, die einheimischen Trauben der Region aufzuwerten. Die Gruppo Farnese wurde 1994 von Valentino Sciotti (kaufmännischer Leiter), Camillo De Iuliis (ehemaliger Generaldirektor, der 2017 verstarb) und Filippo Baccalaro (Chefwinzer) gegründet. Die Partner erwarben eine alte und historische Genossenschaftskellerei vom Konkursgericht und renovierten sie komplett und installierten modernste Anlagen. Das Weingut wurde in Gran Sasso Rodea umbenannt und liegt in der Stadt Roseto degli Abruzzi.

Das Team hat von Anfang an ein "Qualitätsprojekt" ins Leben gerufen, eine strategische Partnerschaft mit den Landwirten, den ehemaligen Eigentümern der Genossenschaft. Diese Idee ist neu in einer Region, in der 85 % der Weinproduktion in loser Schüttung verkauft wird. Die Winzer werden nicht nach Kilo bezahlt und produzieren nach Menge, sondern nach Hektar, je nach verschiedenen Faktoren (Lage, Terroir, Alter des Weinbergs, Erfahrung des Besitzers), und im Gegenzug müssen sie nach den Ratschlägen der professionellen Önologen und Weinbauern von Farnese anbauen. In der Praxis bedeutet dies, dass die Praktiken im Weinberg, die Bewirtschaftung der Baumkronen, der Rebschnitt, die Grünlese, die Ertragsbegrenzung und viele andere materielle und immaterielle Aspekte, die zu einer gesünderen und konzentrierteren Traubenernte führen, erheblich verbessert werden. Nach der Ernte werden die Trauben in zwei völlig getrennten Prozessen sortiert, zum einen für die Auswahl der Trauben und zum anderen für die einzelnen Beeren. Dieses Verfahren ist in den Abruzzen nahezu einzigartig. Die Strategie ist ein voller Erfolg: Die Landwirte werden besser und konsequenter entlohnt, und die Weine, die daraus entstehen, sind ausgewogen, köstlich und preisgünstig.

Gran Sasso ist nach dem Gran Sasso d'Italia ("Großer Felsen Italiens") benannt, einem Abschnitt des italienischen Apennin, der durch die Abruzzen verläuft und in dem sich der höchste Gipfel des gesamten Appennin befindet, der Corno Grande, der fast 3.000 Meter hoch ist. Die Berge - und das nahe gelegene Adriatische Meer - spielen eine Schlüsselrolle für die Qualität der abruzzesischen Weine, da sie ein sehr spezifisches lokales Klima mit niedrigen Temperaturen in der Nacht und hohen Temperaturen am Tag schaffen. Im Winter schützt der Schnee die Reben vor Pilzen und Krankheiten, so dass weniger Behandlungen notwendig sind und ein nachhaltiger Anbau möglich ist. 

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